Sanierungschance für Design-Ikone: Yorck Tilman Streitbörger leitet Restrukturierung bei Interlübke ein
Streitbörger übernimmt die Führung im Sanierungsprozess der Lübke GmbH. Nachdem der renommierte Premium-Möbelhersteller Interlübke beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag gestellt hat, wurde Rechtsanwalt Dr. Yorck Tilman Streitbörger aus unserem Bielefelder Büro zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Gefragt ist nun die Sanierungskompetenz der Kanzlei, um die Zukunft der traditionsreichen Marke und des Standorts Rheda-Wiedenbrück zu sichern.
Der Insolvenzantrag ist die konsequente Reaktion auf sich stetig verschärfende wirtschaftliche Rahmenbedingungen. „Wir sehen hier eine Kumulation externer Schocks, die selbst ein operativ schon weitgehend optimiertes Unternehmen wie Interlübke unter enormen Druck setzt“, erklärt Yorck Streitbörger. Insbesondere die Auswirkungen des Iran-Konflikts haben die Energiekosten für die rund 25.000 Quadratmeter große, ölbeheizte Produktionsfläche massiv belastet. Die monatlichen Mehrkosten belaufen sich allein in diesem Bereich auf rund 50.000 Euro. Hinzu kommen wöchentliche Preisanpassungen bei Rohstoffen wie Lacken und Holz sowie eine krisenbedingte Konsumzurückhaltung im gehobenen Möbelsegment.
Oberste Priorität für den vorläufigen Insolvenzverwalter ist es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren.Für die 104 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter zwei Auszubildende, sind Löhne und Gehälter für die Monate April bis Juni 2026 über das Insolvenzgeld gesichert. „Interlübke verfügt über eine exzellente Marktpositionierung und eine weltweit geschätzte Design-Expertise. Unser Ziel ist es, diese Werte zu erhalten und das Unternehmen durch die Krise zu steuern“, betont Streitbörger, „die Qualität der Möbel ist und bleibt über jeden Zweifel erhaben“. Der Betrieb läuft unvermindert weiter; Kunden und Fachhandelspartner können sich weiterhin auf die gewohnte Liefertreue verlassen.
In enger Abstimmung mit der Geschäftsführung um Ralf und Frank Oehmke hat die Kanzlei Streitbörger bereits einen strukturierten Prozess zur Neuausrichtung eingeleitet. Dabei verfolgt das Team einen zweigleisigen Ansatz mit den Instrumenten der Insolvenzordnung zur Restrukturierung des Unternehmens: Die Suche nach einem strategischen Partner oder Investor, der die Strahlkraft der Marke Interlübke für eine langfristige Expansion nutzt, läuft.
Parallel prüft Streitbörger eine Sanierung aus eigener Kraft, um die Strukturen an die veränderten globalen Marktbedingungen anzupassen. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird für Juli 2026 angestrebt. Bis dahin wird das Team von Streitbörger die Sanierungsoptionen finalisieren, um Interlübke wieder auf ein stabiles wirtschaftliches Fundament zu stellen.